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Selbstliebe und Selbstwert

Im Schwimmbad nicht den ganzen Besuch mit Verstecken verbringen

lucian · 24.09.2026 · 1 Min. Lesezeit

Du stehst umgezogen vor dem Spind und ziehst das Handtuch immer wieder enger. Eigentlich wolltest du schwimmen, doch der Weg zum Becken fühlt sich wie eine Begutachtung an. Du versuchst, alle Blicke vorauszusehen, und hast kaum noch Aufmerksamkeit für das Wasser.

Wähle für den Anfang einen überschaubaren Besuch: eine ruhige Uhrzeit, einen vertrauten Ort oder eine Begleitung, mit der du dich sicher fühlst. Bequeme Badekleidung darf dir helfen. Du musst sie nicht nach einer Vorstellung davon auswählen, wie mutig du aussehen solltest.

Gib deiner Aufmerksamkeit im Wasser eine konkrete Aufgabe, etwa die angenehme Temperatur oder deine eigene, ruhige Bewegung wahrzunehmen. Eine passende Ergänzung ist Deinem Körper danken: Wertschätzung statt ständiger Kritik. Bei tatsächlichen übergriffigen Kommentaren kannst du Abstand nehmen und das Personal ansprechen, statt sie als notwendige Übung auszuhalten.

Vielleicht bleibst du beim ersten Mal kürzer als geplant. Halte danach fest, ob dir das Schwimmen selbst gefallen hat und was den nächsten Besuch erleichtern würde. Körperunsicherheit muss nicht verschwinden, bevor du entscheiden darfst, ob du wieder ins Wasser möchtest.