Du entschuldigst dich, wenn du müde bist, wenn du Nein sagst, wenn du etwas für dich brauchst. Als wären deine Bedürfnisse eine Zumutung für andere. Dabei sind sie der einfachste Hinweis darauf, was du zum Leben brauchst.
Der erste Schritt ist, ein Bedürfnis klar zu benennen, ohne es sofort abzuschwächen. Sag, was du brauchst – nicht als Frage, nicht als Bitte um Erlaubnis, sondern als Feststellung.
Der zweite Schritt ist, das Bedürfnis zu vertreten, auch wenn es unbequem wird. Vertiefen kannst du das hier: So hörst du auf, dich ständig zu kritisieren – du lernst, für dich einzustehen, ohne dich zu rechtfertigen.
Deine Bedürfnisse sind keine Schwäche, sondern deine Wahrheit. Wer sie ausspricht, ohne sich zu entschuldigen, gibt anderen die Chance, wirklich bei ihm zu sein.