Du interpretierst, was andere denken und fühlen, als könntest du es lesen. Er hat nicht geschrieben, also mag er mich nicht. Sie klang kurz angebunden, also ist sie sauer. Meistens stimmt deine Deutung nicht – sie ist nur eine Projektion.
Der erste Schritt ist, Interpretationen als Vermutungen zu kennzeichnen, nicht als Tatsachen. Was du annimmst, ist oft deine Angst, nicht die Realität des anderen.
Der zweite Schritt ist, nachzufragen statt zu mutmaßen. Mehr dazu findest du hier: Warum kleine Gesten mehr sagen als große Worte – du lernst, offen zu fragen, statt im Kopf Geschichten zu erfinden.
Du kannst nicht in andere hineinsehen, aber du kannst sie fragen. Ein ehrliches Gespräch räumt mehr auf als hundert stille Vermutungen.