Unangenehme Gefühle wie Ärger, Sorge oder Traurigkeit verschwinden nicht, wenn du sie verdrängst, meist werden sie lauter. Meditation hilft nicht, Gefühle loszuwerden, sondern sie zu beobachten, ohne dich mitreißen zu lassen.
Wenn ein Gefühl aufsteigt, halte inne und nimm es wahr, ohne es zu bewerten. Wo spürst du es im Körper, als Druck in der Brust oder Enge im Hals? Das Benennen schafft Abstand zwischen dir und dem Gefühl.
Atme bewusst in die Körperregion hinein und gib dem Gefühl Raum, statt es zusammenzudrücken. Gefühle gleichen Wellen: Sie bauen sich auf und flachen wieder ab, wenn du sie nicht bekämpfst. Du kannst lernen, sie kommen und gehen zu lassen.
Übe diese Haltung zuerst mit kleinen Gefühlen, etwa leichter Ungeduld in der Warteschlange. So wächst das Vertrauen, dass du auch stärkere Wellen aushalten kannst. Mit der Zeit merkst du, dass Gefühle Besucher sind, keine Mitbewohner.