Geplante Abschweifzeit: Warum erlaubte Ablenkung deinen Fokus stärkt

Wer sich Ablenkung komplett verbietet, macht sie oft nur mächtiger. Der Gedanke an das gesperrte Handy wächst, je entschiedener er verdrängt wird. Geplante Abschweifzeit dreht das Spiel um: Du gibst der Ablenkung einen festen, begrenzten Platz.

Lege feste Fenster am Tag fest, in denen du bewusst abschweifen darfst, etwa drei Pausen von je zehn Minuten. Dann liest du Nachrichten, stöberst im Netz oder schaust gedankenverloren aus dem Fenster.

Während der konzentrierten Arbeit hilft dir das Wissen um die nächste Pause, Impulse aufzuschieben. Kommt der Drang, das Handy zu prüfen, sagst du dir: Später ist Zeit dafür. Das fällt leichter als ein Verbot, weil dem Bedürfnis nur ein Zeitpunkt zugewiesen wird.

Achte darauf, dass die Abschweifzeit wirklich abschweifen darf, ohne schlechtes Gewissen. Nach einigen Tagen bleibst du in den Fokusphasen gelassener bei der Sache, weil die Ablenkung ihren Reiz verliert.

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