Anderen etwas erklären: Warum Lehren dein eigenes Denken schärft

Wer anderen etwas erklärt, lernt selbst am meisten. Dieser scheinbare Widerspruch gehört zu den wirksamsten Werkzeugen persönlicher Entwicklung, denn Lehren zwingt zum Ordnen.

Der Grund liegt in der Tiefe der Verarbeitung. Lesen und Zuhören kann trügerisch sein, weil Vertrautheit leicht mit Verständnis verwechselt wird. Erst wenn du einen Gedanken in eigene Worte fasst, zeigt sich, ob du ihn durchdrungen hast.

Dabei spielt es keine Rolle, ob du ein Fachthema unterrichtest, einem Kind etwas zeigst oder einem Kollegen einen Ablauf erläuterst. Entscheidend ist, es so einfach wie möglich zu sagen, ohne es zu verfälschen.

Das Erklären schult zudem Geduld und Einfühlung, weil du dich auf das Vorwissen deines Gegenübers einlässt. Wer regelmäßig erklärt, entwickelt ein schärferes Denken. Gib weiter, was du weißt, und viel kommt zurück.

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