Abwaschen gilt vielen als lästige Pflicht, die man schnell hinter sich bringt. Doch gerade diese Tätigkeit eignet sich wunderbar für Achtsamkeit, weil sie wiederkehrt und alle Sinne beschäftigt. Statt gegen den Moment zu kämpfen, kannst du ihn als Meditationspause nutzen.
Lass das warme Wasser über deine Hände laufen und spüre die Temperatur. Nimm den Duft des Spülmittels wahr, das Gewicht eines Tellers, die glatte Fläche, das Gleiten des Schwamms. Du brauchst keine Technik, nur die Bereitschaft, bei dieser Handlung zu bleiben.
Wenn die Gedanken zum nächsten Tag wandern, ist das kein Problem. Du bemerkst es und kehrst zum Wasser, zum Geschirr, zu deinen Händen zurück. Diese Rückkehr ist keine Unterbrechung der Übung, sie ist die Übung selbst.
Wer so abwäscht, spült nicht nur Teller sauber, sondern lässt auch den Kopf zur Ruhe kommen. Die Aufgabe ist überschaubar, das Ergebnis sichtbar, der Rhythmus beruhigend. Am Ende stehen eine leere Spüle und ein Moment innerer Ordnung.