← Zurück zum Journal

Achtsamkeit und Meditation

Achtsam ausmalen, ohne zwischen den Linien perfekt sein zu müssen

lucian · 24.09.2026 · 1 Min. Lesezeit

Du hast ein Ausmalbild begonnen, doch eine verrutschte Linie verdirbt dir die Freude. Plötzlich siehst du nur noch die Stelle, an der Farbe über den Rand geraten ist. Die ruhige Beschäftigung wird zum Korrigieren eines Ergebnisses, das eigentlich niemand beurteilen muss.

Nimm ein Restpapier und ziehe einige Striche mit unterschiedlichem Druck. Beobachte, wie Farbe und Oberfläche darauf reagieren. Wähle dann eine kleine Fläche auf deinem Bild und fülle sie in einem angenehmen Tempo, ohne ständig das gesamte Blatt zu prüfen.

Lass die verrutschte Stelle zunächst unverändert. Bemerke den Gedanken, sie mache alles kaputt, als Bewertung und nicht als Beschreibung des ganzen Bildes. Dazu bietet Wie du deine Gedanken beobachtest, ohne ihnen zu glauben eine passende Vertiefung. Du kannst später noch entscheiden, ob du etwas daran verändern möchtest.

Höre auf, sobald Hände oder Augen müde werden, auch mitten in einer Fläche. Ein unvollständiges Bild darf eine gelungene Pause begleitet haben. Ob es am Ende aufgehängt wird oder in einer Schublade landet, entscheidet nicht über den Wert dieser Zeit.