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Achtsamkeit und Meditation

Wenn die Atembeobachtung dich eher nervös macht

lucian · 24.09.2026 · 1 Min. Lesezeit

Du richtest deine Aufmerksamkeit auf den Atem und beginnst sofort, ihn zu kontrollieren. Plötzlich fragst du dich bei jedem Zug, ob er tief genug ist. Statt ruhiger zu werden, beschäftigst du dich immer angestrengter mit etwas, das sonst von selbst geschieht.

Lass die Atemübung weg. Wähle stattdessen einen äußeren Bezugspunkt, beispielsweise die Farbe eines Kissens oder das gleichmäßige Geräusch eines Ventilators. Halte die Augen offen, wenn das angenehmer ist. Du brauchst weder langsamer noch tiefer zu atmen.

Beschreibe den gewählten Eindruck möglichst schlicht: hell, dunkel, gleichmäßig oder wechselnd. Falls auch das anstrengend wird, stehe auf und beschäftige dich mit etwas Vertrautem. Eine Alternative über das Hören beschreibt Klang als Anker: Mit den Geräuschen um dich herum zur Ruhe kommen. Sie ist ein Angebot, keine notwendige nächste Stufe.

Nicht jede verbreitete Übung eignet sich für jeden Menschen und jeden Tag. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden ist fachliche Unterstützung sinnvoll. Für deine Aufmerksamkeitspraxis genügt zunächst die Erkenntnis, dass du den Atem nicht zum Mittelpunkt machen musst.