Selbstliebe und Selbstwert
In Stressphasen gnädig mit dir sein: Selbstmitgefühl unter Druck
Ausgerechnet dann, wenn alles zu viel wird, werden wir oft am strengsten mit uns selbst. Die To-do-Liste wächst, die Nächte werden kurz, und die innere Stimme treibt an: Reiß dich zusammen, andere schaffen das auch. Doch Härte ist in Stressphasen selten hilfreich. Sie erhöht nur den Druck und führt schneller in die Erschöpfung.
Gnädig mit sich selbst zu sein bedeutet nicht, alles schleifen zu lassen, sondern die eigenen Grenzen anzuerkennen. Wenn du erschöpft bist, ist das kein Zeichen von Schwäche, sondern eine Information deines Körpers. Ein freundlicher Satz an dich selbst, etwa Ich darf gerade weniger schaffen, wirkt oft wirkungsvoller als jede Durchhalteparole.
Praktisch heißt das: Prioritäten bewusst senken, Aufgaben verschieben, um Hilfe bitten und Pausen als notwendig einplanen. Frage dich, was du heute weglassen kannst, ohne dass etwas Wichtiges kippt.
Selbstmitgefühl schützt deinen Selbstwert, denn es trennt deine momentane Leistungsfähigkeit von deinem Wert als Mensch.
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