Wer auf sein Leben blickt, sieht oft zuerst die Umwege, die Fehler und das, was schiefgelaufen ist. Der Blick bleibt an dem hängen, was du nicht erreicht hast, statt an dem, was du überwunden hast. Dabei ist dein Werdegang kein Beleg für dein Scheitern, sondern für deine Fähigkeit, weiterzumachen.
Nimm dir einmal Zeit und zeichne deinen Weg grob auf: Welche Hürden hast du gemeistert, welche Entscheidungen getroffen, welche Menschen haben dich geprägt? Es geht nicht um eine Erfolgsbilanz, sondern um Anerkennung. Schon dass du heute hier bist, bedeutet, dass du vieles durchgestanden hast.
Vergleiche dich nicht mit einem geraden Lebenslauf, den es ohnehin kaum gibt. Deine Umwege haben dich mit Fähigkeiten ausgestattet, die andere nicht haben: Geduld, Mut, ein Gespür für Krisen.
Wenn du deine Geschichte würdigst, veränderst du, wie du über dich selbst sprichst. Aus Ich habe nichts erreicht wird allmählich: Ich habe viel überstanden und bin daran gewachsen.