Manche Sätze über dich selbst hast du schon so oft gehört, dass du sie für Wahrheiten hältst. Ich bin nicht gut genug, ich bin zu empfindlich, ich mache alles falsch. Diese Glaubenssätze stammen oft aus frühen Erfahrungen oder beiläufigen Bemerkungen. Heute wirken sie wie ein Filter, durch den du jede Situation betrachtest.
Der erste Schritt ist, sie sichtbar zu machen. Schreibe auf, was du in schwierigen Momenten automatisch über dich denkst, ohne es zu bewerten. Meist sind es immer dieselben zwei oder drei Urteile. Allein dieses Erkennen nimmt ihnen Macht.
Prüfe dann jeden Satz wie eine Behauptung, die jemand anderes aufgestellt hat. Stimmt er wirklich, ausnahmslos? Suche bewusst nach Gegenbeispielen aus deinem Leben.
Ersetze ihn schließlich durch eine freundlichere, ehrliche Formulierung, die du glauben kannst, etwa: Ich lerne aus Fehlern und entwickle mich weiter. Mit der Zeit hängt dein Selbstwert nicht mehr an Urteilen, die längst überholt sind.