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Achtsamkeit und Meditation

Wäsche falten, ohne gedanklich schon beim nächsten Korb zu sein

lucian · 24.09.2026 · 1 Min. Lesezeit

Der Wäscheständer ist leer, doch auf dem Sofa wartet ein ganzer Berg Kleidung. Während deine Hände falten, zählst du bereits die übrigen Aufgaben auf. Gerade diese überschaubare Tätigkeit eignet sich dafür, einmal nicht alles gleichzeitig erledigen zu wollen.

Nimm zunächst nur ein Handtuch. Bemerke sein Gewicht, die rauen oder weichen Stellen und die Kanten, die du zusammenlegst. Du brauchst dafür kein absichtlich langsames Tempo. Entscheidend ist, dass du die Bewegung tatsächlich mitbekommst, statt sie nur auszuführen.

Lege anschließend drei Stücke derselben Art zusammen. Wenn im Kopf die Einkaufsliste auftaucht, benenne sie knapp als Planung und kehre zum Stoff zurück. Zum Umgang mit solchen Abschweifungen passt der Beitrag Im Hier und Jetzt: Warum deine Gedanken wandern. Danach kannst du normal weiterarbeiten.

Der Korb muss für diese Übung nicht leer werden. Vielleicht waren nur zwei Minuten bewusstes Falten möglich, bevor jemand etwas brauchte. Lass die gefalteten Stücke liegen, ohne daraus einen Beweis deiner Produktivität zu machen: Die kurze Aufmerksamkeit war schon da.