Kritik ansprechen, ohne zu verletzen: Ein Leitfaden

Kritik gehört zu jeder ehrlichen Beziehung, doch die Art, wie sie geäußert wird, entscheidet, ob sie verbindet oder verletzt. Der häufigste Fehler ist, den Charakter anzugreifen statt ein Verhalten zu benennen. Wer sagt, du bist unordentlich, trifft den Menschen; wer die Tasse beschreibt, eine Situation.

Wähle einen ruhigen Moment und sprich zeitnah an, was dich stört. Aufgestaute Kleinigkeiten werden sonst zur Lawine. Ein Gespräch unter vier Augen, ohne Beobachter und Zeitdruck, gibt beiden die Chance, gelassen zu bleiben.

Formuliere konkret, was du dir wünschst. Statt du hilfst nie im Haushalt ist der Satz es würde mir helfen, wenn du am Sonntag die Wäsche aufhängst ein Angebot, auf das der andere eingehen kann. Wünsche sind verhandelbar, Anklagen nicht.

Höre anschließend zu, wie der andere die Situation sieht. Vielleicht gibt es Gründe, von denen du nichts wusstest. Halte Kritik und Wertschätzung im Gleichgewicht, sonst fühlt sich dein Partner schnell abgewertet.

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