Bevor du startest, denke das Scheitern: Die Pre-Mortem-Methode

Bevor ein Projekt startet, wird selten über das Scheitern gesprochen. Genau das ist der Fehler. Die Pre-Mortem-Methode dreht den Blick um: Stell dir vor, dein Vorhaben ist gescheitert, und frage dich, warum.

Der Trick wirkt, weil er deinen Optimismus austrickst. Beim Planen glauben wir gern, dass alles klappt, und übersehen Stolpersteine. Erst wenn wir das Scheitern durchspielen, werden wir ehrlich: fehlende Zeit, unrealistische Ziele, ein unausgesprochener Konflikt.

Setz dich mit den Beteiligten hin und sammelt zehn Minuten alles, was das Vorhaben hätte kippen lassen können. Dann wählt ihr die drei wahrscheinlichsten Risiken und plant für jedes eine kleine Gegenmaßnahme. Aus vager Sorge wird ein konkreter Plan.

Nutze die Methode auch privat: für eine neue Gewohnheit, einen Umzug, einen Neustart. Wer das Scheitern vorab durchdenkt, handelt danach ruhiger – nicht weil er pessimistisch ist, sondern weil er vorbereitet ist. Genau darin liegt eine stille Form von Mut.

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