Prokrastination ist selten Faulheit, sondern meist ein Schutzmechanismus. Wir schieben Aufgaben auf, weil sie unangenehm, unklar oder zu groß erscheinen. Das unangenehme Gefühl entsteht nicht durch die Aufgabe selbst, sondern durch unsere Vorstellung von ihr.
Starte mit einer absurd kleinen Einheit: Öffne nur das Dokument, schreibe nur einen Satz, räume nur einen Gegenstand weg. Sobald du begonnen hast, fällt das Weitermachen leichter. Setze dir dafür zehn Minuten und nutze einen Wecker.
Mache die Aufgabe konkret. Statt Bericht schreiben formulierst du: Bis zwölf Uhr drei Sätze für die Einleitung. Vage Aufgaben laden zum Aufschieben ein, klare Schritte geben Orientierung.
Belohne den Anfang, nicht nur das Ergebnis. Nach jeder gestarteten Aufgabe darfst du kurz innehalten und dir sagen, dass du angefangen hast. Verknüpfe unangenehme Aufgaben mit etwas Angenehmem, etwa deinem Lieblingsgetränk.