Achtsam kochen: Vom Herd zur kleinen Meditationsinsel

Kochen ist für viele eine Pflicht, die möglichst schnell erledigt sein muss. Der Herd läuft nebenbei, während der Kopf schon bei der nächsten Aufgabe ist. Dabei bietet kaum eine Alltagstätigkeit so viele Anknüpfungspunkte für Achtsamkeit wie Kochen.

Spüre beim ersten Handgriff, wie das Messer durch die Karotte gleitet, wie kalt das Gemüse ist, wie es riecht, wenn die Zwiebel in die heiße Pfanne fällt. Nimm Farben wahr, das Zischen, den Dampf. Es genügt, bei der Handlung zu bleiben.

Wenn deine Gedanken abschweifen, bringst du sie freundlich zurück zum nächsten Handgriff. Schneiden, Rühren und Abschmecken werden so zu kleinen Ankern. Selbst das Warten, bis das Wasser kocht, lässt sich für Atemzüge nutzen.

Der Lohn zeigt sich beim Essen. Eine bewusst zubereitete Mahlzeit schmeckt intensiver und verbindet dich mit dem auf deinem Teller. Kochen wird vom lästigen Muss zu einer kleinen Auszeit, die du jeden Tag haben kannst. Du tust ohnehin, was du tun musst, nur wacher.

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