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Selbstliebe und Selbstwert

Vor der Beerdigung: Deine Kleidung muss keine Trauer beweisen

lucian · 24.09.2026 · 1 Min. Lesezeit

Du stehst vor dem Kleiderschrank, weil morgen eine Beerdigung ist. Die schwarze Jacke passt nicht mehr, der dunkelblaue Mantel schon. Trotzdem überlegst du, noch etwas zu kaufen: Vielleicht würde jemand die Farbe als Zeichen dafür lesen, wie viel dir der verstorbene Mensch bedeutet.

Prüfe, ob die Einladung einen Kleidungswunsch nennt oder eine vertraute Person die Gepflogenheiten kennt. Wähle dann aus, was vorhanden und für Wetter sowie Weg geeignet ist. Ein geliehenes Stück kann helfen, wenn du selbst dich damit wohler fühlst.

Falls jemand dein Aussehen kommentiert, kannst du knapp sagen, dass du heute zum Abschiednehmen da bist. Eine Diskussion über deine Gefühle musst du nicht führen. Dazu passt der Beitrag Deine Gefühle als Kompass: Warum du sie ernst nehmen darfst. Bitte eine Begleitung, bei unangenehmen Gesprächen an deiner Seite zu bleiben.

Lege die Kleidung am Vorabend bereit, damit diese Entscheidung morgens erledigt ist. Vielleicht brauchst du Taschentücher, vielleicht feste Schuhe für den Friedhofsweg. Ob du weinst oder still bleibst, sagt ebenso wenig wie dein Mantel zuverlässig aus, was dieser Abschied für dich bedeutet.