Mindset und Gewohnheiten
Warum der Weg zum Termin länger dauert als die reine Fahrt
Die Navigation zeigt zwanzig Minuten, also gehst du zwanzig Minuten vor dem Termin los. Dann fehlt der Schlüssel, an der Haltestelle wartet niemand und das richtige Stockwerk musst du ebenfalls suchen. Wieder kommst du atemlos und knapp zu spät.
Schreibe beim nächsten vergleichbaren Termin auf, wann du deine Tätigkeit beendest und wann du wirklich am Treffpunkt ankommst. Zähle Jacke, Fußwege und Orientierung mit. So erhältst du einen brauchbaren Erfahrungswert statt einer Fahrzeit, die nur einen Teil abbildet.
Plane rückwärts vom gewünschten Ankommen und setze einen eigenen Hinweis fürs Aufhören, bevor der Abfahrtsalarm klingelt. Schwierige Übergänge kannst du vorher durchdenken; dazu passt Bevor du startest, denke das Scheitern: Die Pre-Mortem-Methode. Bereite besonders Dinge vor, die dich beim letzten Mal unerwartet aufgehalten haben.
Prüfe nach einigen Terminen, ob dein Puffer angemessen ist. Er soll dich entlasten und nicht dazu führen, dass du überall eine Stunde wartest. Bei unberechenbaren Verbindungen ist eine kurze Nachricht über mögliche Verspätung hilfreicher als ein unrealistisch enges Versprechen.