Meditation muss nicht im Sitzen stattfinden. Wer schwer stillhält, findet in der Gehmeditation eine bewegte Alternative, die sich überall einbauen lässt, auf dem Weg zur Bahn oder im Park. Es geht um die bewusste Wahrnehmung jedes Schrittes.
Geh langsamer als gewohnt und spüre, wie sich dein Gewicht von der Ferse über die Sohle bis zu den Zehen verlagert. Nimm wahr, wie der Boden dich trägt und wie deine Muskeln sich anspannen und lösen.
Beginne mit fünf Minuten, in denen du nichts anderes tust als gehen und spüren. Du kannst innerlich die Worte heben, setzen, abrollen wiederholen, um deinen Rhythmus zu begleiten. Das verankert dich im Körper und gibt dem Geist eine einfache Aufgabe.
Nutze alltägliche Wege als Übungsfeld und geh die letzten hundert Meter zur Haltestelle bewusst. Mit der Zeit wird aus dem bloßen Gehen eine kleine Auszeit, die dich erdet und zeigt, dass Achtsamkeit mitten im Alltag beginnt.