Eigene Bedürfnisse ernst nehmen: Von der Selbstausbeutung zur Fürsorge

Wer ständig für andere da ist, vergisst leicht, dass er selbst Bedürfnisse hat. Erschöpfung und Gereiztheit sind oft nichts anderes als überhörte Signale des Körpers. Eigene Bedürfnisse zu spüren ist kein Egoismus, sondern die Grundlage, für andere da sein zu können.

Führe eine Woche lang Protokoll: Wann fühlst du dich energievoll, wann leer? Meist zeigen sich Muster, etwa dass du nach ruhigen Abenden ausgeglichener bist als nach einem vollen Kalender. Dieses Wissen zeigt dir, was du wirklich brauchst.

Fasse Bedürfnisse in klare Sätze: ‚Ich brauche heute Abend Ruhe‘ oder ‚Ich wünsche mir, das Gespräch später zu führen.‘ Das sind keine Forderungen, sondern Informationen. Wer Bedürfnisse verschweigt, macht es anderen unmöglich, sie zu berücksichtigen.

Plane Erholung so fest ein wie berufliche Termine. Trage Pausen und freie Abende in den Kalender. Du bist keine unerschöpfliche Quelle, sondern ein Mensch, der gepflegt werden will, auch von sich selbst.

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