Viele haben unbewusst gelernt, dass ihr Wert von Leistung abhängt. Wer Erfolg bringt, fühlt sich wertvoll; wer pausiert oder scheitert, fühlt sich wertlos. Diese Gleichung ist gefährlich, denn sie macht den Selbstwert zu einer Ware, die täglich neu verdient werden muss.
Beobachte, was in dir vorgeht, wenn du nichts tust: an einem freien Tag oder im Urlaub. Kommt das unruhige Gefühl auf, etwas leisten zu müssen? Dieses Unbehagen ist erlernt und lässt sich verlernen, indem du Ruhezeiten einplanst, ohne sie als verlorene Zeit abzuwerten.
Denke an Menschen, die du liebst. Schätzt du sie wegen ihrer Leistungen oder weil sie da sind, zuhören, dich zum Lachen bringen? Was für sie gilt, gilt auch für dich: Dein Wert liegt in deinem Dasein, nicht in deiner Bilanz.
Verankere das Umdenken mit einem Satz: ‚Ich bin wertvoll, auch wenn ich heute nichts vorzuweisen habe.‘ Sprich ihn morgens laut. Anfangs mag er hohl klingen, doch mit der Zeit trägt er dich, wenn Erfolge ausbleiben.