Dem inneren Kind zuhören: Wie alte Gefühle deine Selbstliebe nähren

Tief in dir lebt ein Teil, der noch fühlt wie damals: das Kind, das gesehen werden wollte und manchmal allein blieb. Wer heute hart mit sich ins Gericht geht, spricht oft zu diesem frühen Ich. Ihm zuzuhören ist kein Spiel, sondern ein stiller Akt der Selbstliebe.

Stell dir vor, dein inneres Kind zeigt dir eine alte Wunde. Statt sie abzuwinken, kannst du fragen, was es braucht. Oft genügt ein innerer Satz: Ich sehe dich, ich bin jetzt da. Mehr braucht dieser Moment nicht.

Was dabei aufsteigt, ist kein Rückfall. Trauer, Scham oder Wut aus früherer Zeit dürfen endlich ausgesprochen werden, ohne dass du sie erneut wegdrückst. Was gefühlt werden darf, verliert seinen Schrecken und kommt langsam zur Ruhe.

So wächst eine innere Stimme, die sanft bleibt, wo früher Kritik stand. Du wirst zu dem Erwachsenen, den dieses Kind gebraucht hätte. Selbstliebe beginnt nicht mit Perfektion, sondern mit dem Mut, den eigenen frühen Schmerz nicht länger zu verleugnen.

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