Warten als Meditationspause: Achtsamkeit in Schlange, Ampel und Wartezimmer

Wartezeit fühlt sich für viele wie verlorene Zeit an. An der Supermarktkasse, an der roten Ampel oder im Wartezimmer zücken wir das Handy, als müssten wir die Lücke sofort stopfen. Dabei kann Warten zur Meditationspause werden.

Beginne mit deinem Körper. Spüre, wie deine Füße auf dem Boden stehen, wie dein Atem kommt und geht, ob deine Schultern hochgezogen sind. Du brauchst nichts zu verändern, nur wahrzunehmen. Schon drei Atemzüge genügen, um aus dem Gefühl des Getriebenwerdens auszusteigen.

Dann öffne deine Sinne für die Umgebung. Was siehst du, ohne es zu bewerten? Welche Geräusche hörst du, welche Farben, welche Bewegung? Warten eignet sich gut dafür, weil du gerade nichts anderes tun kannst. Statt gegen die Unterbrechung anzukämpfen, machst du sie zu deiner Übung.

Du wirst nicht jede Wartezeit in eine Meditation verwandeln, und das ist in Ordnung. Aber ein paar solcher Momente am Tag summieren sich zu einer stillen Pause. Aus verlorener Zeit wird gewonnene Aufmerksamkeit.

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