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Achtsamkeit und Meditation

Wenn ein schöner Moment sofort wieder vorbei zu sein scheint

lucian · 24.09.2026 · 1 Min. Lesezeit

Beim Treffen mit Freunden lachst du gerade, und im nächsten Augenblick denkst du schon an den Abschied. Du würdest den Abend gern festhalten und bist dadurch weniger bei ihm. Freude wahrzunehmen bedeutet nicht, ihre Vergänglichkeit aus dem Kopf zu verbannen.

Bemerke zunächst, was jetzt konkret angenehm ist: ein vertrauter Gesichtsausdruck, der Klang des Lachens oder die warme Tasse zwischen deinen Händen. Suche kein besonders intensives Gefühl. Auch ein leises Wohlsein verdient Aufmerksamkeit, ohne dass du es sofort bewerten musst.

Wenn der Gedanke an später wiederkommt, erkenne ihn als Ausblick und wende dich erneut dem Gespräch zu. Über diesen Wechsel zwischen Gedanken und Gegenwart handelt So kehrst du in den gegenwärtigen Moment zurück. Du kannst außerdem sagen, dass dir der Abend gefällt, ohne einen künftigen Termin festzuzurren.

Der Moment wird dadurch nicht länger, aber vielleicht weniger von dem Versuch überlagert, ihn aufzubewahren. Nach dem Treffen darf auch Wehmut da sein. Du brauchst weder dauerhafte Dankbarkeit noch ein Foto als Beweis dafür, dass die Zeit schön war.