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Achtsamkeit und Meditation

Wenn du beim Fotografieren den Ausblick verpasst

lucian · 24.09.2026 · 1 Min. Lesezeit

Vor dir liegt ein See im Abendlicht, aber auf deinem Bildschirm suchst du nach dem richtigen Ausschnitt. Nach mehreren Aufnahmen prüfst du nur noch Schärfe und Belichtung. Vom eigentlichen Ausblick hast du bislang erstaunlich wenig bewusst gesehen.

Lass das Telefon zunächst in der Tasche und entscheide dich für einen festen Aussichtspunkt. Nimm die Farben mit bloßem Auge wahr. Welche Fläche ist hell, welche liegt im Schatten? Bleibe dabei sicher stehen und halte Wege für andere frei.

Wenn du möchtest, mache anschließend ein einzelnes Foto und stecke das Gerät wieder weg, ohne das Ergebnis sofort zu kontrollieren. Ideen für diesen bewussten Medienwechsel bietet Digitale Auszeit: Achtsamkeit trotz ständiger Erreichbarkeit. Schau noch einmal hin: Was lässt sich im Bild gar nicht festhalten?

Vielleicht ist es die kühle Luft oder die Bewegung des Wassers, die dir stärker in Erinnerung bleibt. Du musst auf Fotos nicht verzichten. Die kleine Reihenfolgeänderung hilft lediglich dabei, zuerst etwas zu erleben und es erst danach zu dokumentieren.