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Persönlichkeitsentwicklung

Nicht jede Gesprächspause mit einer eigenen Geschichte füllen

lucian · 24.09.2026 · 1 Min. Lesezeit

Eine Freundin erzählt von einem schwierigen Arbeitstag und hält kurz inne. Du springst mit einer ähnlichen Geschichte ein. Erst später bemerkst du, dass du lange gesprochen und kaum erfahren hast, was sie eigentlich beschäftigt oder von dir gebraucht hätte.

Warte beim nächsten Gespräch nach einer Pause einen Moment ab. Wenn du unsicher bist, frage, ob sie weitererzählen oder deine Einschätzung hören möchte. Du musst Stille nicht sofort beseitigen, um interessiert zu wirken oder das Gespräch am Laufen zu halten.

Fasse einen Gedanken aus ihrer Erzählung in eigenen Worten zusammen und lass dich korrigieren. Verzichte dabei auf Vermutungen über ihre Motive. Der Beitrag Perspektivwechsel trainieren: Probleme aus fremden Augen betrachten vertieft das Einnehmen einer anderen Perspektive. Deine ähnliche Erfahrung kannst du anschließend anbieten, statt sie ungefragt vorzuschieben.

Es geht nicht darum, deine Geschichten künftig zurückzuhalten. Ein Gespräch darf wechselseitig bleiben. Achte nur darauf, ob deine Erzählung gerade verbindet oder das Thema übernimmt. Falls du abgebogen bist, kannst du zur offenen Frage deiner Freundin zurückkehren.