Wer grübelt, tut das selten zu einer gewählten Zeit, sondern meist abends im Bett oder mitten in einer Aufgabe. Statt anzukämpfen, gib deinen Sorgen einen festen Platz: eine tägliche Viertelstunde für alles, was dich belastet.
Lege eine feste Uhrzeit am späten Nachmittag fest und stelle dir einen Wecker. Schreibe jede Sorge auf, ohne sie zu bewerten oder lösen zu wollen. So bekommen die Gedanken ihre Aufmerksamkeit und bedrängen dich den Rest des Tages weniger.
Taucht eine Sorge außerhalb dieser Zeit auf, sag dir ruhig: Dafür ist später Zeit. Notiere sie kurz und wende dich wieder dem zu, was du gerade tust. Dein Gehirn lernt, dass Sorgen nicht sofort bearbeitet werden müssen.
Nach einigen Wochen wirken viele Sorgen zur festen Zeit längst nicht mehr so dringend, manche erledigen sich von selbst. Du bekommst deine Abende zurück, ohne die Themen wegzudrücken, und bestimmst, wann sie zu Wort kommen dürfen.